OPALSØEN

– EIN TEIL DER GESCHICHTE BORNHOLMS

Das Gebiet, das wir für die Seilbahn benutzen, hat eine Geschichte. Hier können Sie etwas darüber erfahren.

Der vielleicht größte und markanteste Steinbruch auf Bornholm, das Hammeren Granitværk, wurde 1873 von einem deutschen Großhändler, Martens, gegründet, der den Grund der Allinge-Sandvig Kommune abkaufte.

Das Unternehmen lief jedoch nicht zufriedenstellend, und es wurde an R.A. Wiinberg vermietet, aber im Jahre 1891 wurde der Steinbruch an Wiinbergs Schwager, den deutschen Baron V. Ohlendorff, verkauft.

Mit Tietgen als Zwischenhändler und Hauptfigur entstand die Aktiengesellschaft Bornholms Granitværk.

Sie vergrößerte sich zusehends, beschäftigte zeitweise mehrere Hundert Menschen, unter anderem viele schwedische Einwanderer, und im Jahre 1892 wurde Hammerhavnen in der Sænebugten gegründet zwecks Verschiffung der Produkte, insbesondere Steine für den Kieler Kanal.

Außer der großen Industrieanlage wurden mehrere Häuser gebaut, für die Direktion und Verwaltung und in Sandvig 2 lange Häuserzeilen für die Steinarbeiter.

Der erste Weltkrieg stoppte die deutsch stämmige Gesellschaft, die ganz Hammerknuden besaß. Das Gebiet wurde auf Bornholms Initiative und finanzieller Unterstützung im Jahre 1914 vom Staat übernommen.

Die Bornholmer, mit dem Amtmann Valløe an der Spitze, hatten das Ziel, das Werk aus ökologischen Gründen niederzulegen, und das Gebiet sollte darauf hin abgesichert werden, dass es in dänische Hände übergehen konnte.
Das Unternehmen lief jedoch nicht zufriedenstellend, und es wurde an R.A. Wiinberg vermietet, aber im Jahre 1891 wurde der Steinbruch an Wiinbergs Schwager, den deutschen Baron V. Ohlendorff, verkauft.

Der Staat vermietete das Steinbruchgebiet an A/S Møller und Handberg, die die Aktivität des Steinbruchs vergrößerten. Im Jahr 1927-28 wurde eine große Schotterfabrik errichtet, und 1930 wurde im Sænehavnen eine große Lastanlage gebaut. Im Jahr 1941 änderte die Firma ihren Namen in A/S Vald.
Handbergs Steinhauereien und Steinbruch übernahm Moseløkken Steinbruch, nicht weit von Hammeren.

Der Moseløkken Steinbruch war von ein paar Kaufleuten in den 1870er Jahren angelegt worden, und nachfolgend betrieben lokale Besitzer den Steinbruch gut, weil die Steinqualität sehr gut war, deswegen sind die Steinsäulen des Nationalmuseums und die Elefanten für Carlsberg von Moseløkken geliefert worden.

Nach der Schliessung von Hammerbrud wurde Moseløkken von ”De forenede” übernommen, die in Moseløkken nach wie vor Steine bricht.

Auf Nordbornholm gab es in den 18- und 1900er Jahren mehrere Brüche. Unter den größten befinden sich die Brüche südlich von Vang, Richtung Küste, und etwas weiter südlich in den Ringebakkerne, hinter der Küstenklippe. Vang Granit wurde 1896 errichtet und war bis zum Jahr 1973 in Funktion.

Die Steinindustrie war und ist eine bedeutsame Industrie auf Bornholm, doch mit weit weniger Angestellten.

Die Zeit nach der Schließung von Hammerbrud.

Im Jahr 2005 geschah eine Sensation. Der Wanderfalke wanderte wieder ein auf Bornholm, nachdem er mehr als 50 Jahre lang als Brutvogel fort gewesen war.
Ein Vogelpaar versuchte, sich im alten Hammerbrud einzunisten.

Das Forstamt sorgte dafür, dass das Gebiet so eingezäunt wurde, dass die auf der Insel wieder eingewanderten Vögel in Ruhe und Frieden brüten können.

Aber der Druck aus der Bevölkerung, was Freiluftaktivitäten in dem Gebiet angeht, war groß, und man hat seitens der Behörden die Absperrung aufgeben müssen und verschiedene Arten von Extremsport zugelassen.

Wanderfalken haben seitdem mehrere Male zu Beginn der Brutsaison Interesse für diesen ehemaligen Steinbruch gezeigt, haben aber wieder ehemalige Brutplätze auf den Hammerklipperne sowie am Mulekleven vorgezogen und sich mit Erfolg dort angesiedelt.

Jetzt wird das Gebiet am Opalsøen als Ausflugsziel, für Wanderungen und Extremsport genutzt. Alle Aktivitäten werden in Zusammenarbeit mit der Skov- og Naturstyrelsendurchgeführt.

Es gibt Gerüchte, dass der Opalsøen über 50 m tief ist, ebenso wie es Gerüchte gibt, dass immer noch Maschinen auf dem Grund liegen. Das stimmt nicht.
Wir haben mit einem ehemaligen Mitarbeiter gesprochen, der dabei war, als der Bruch seinerzeit stillgelegt worden ist. Er berichtete, dass sich keine Maschinen auf dem Grund befinden. Der Grund wurde mit Granitschotter gefüllt, so dass der See überall 10 m tief ist.